Kapillare Abdichtungsverfahren - Vorteile der Hydrophobierung im direkten Vergleich
Aufgrund ihrer porösen Struktur wirken mineralische Baustoffe feuchtigkeitsregulierend, schadstoffbindend und wärmespeichernd. Sie tragen so entscheidend zu einem gesunden Raumklima bei und wirken vorbeugend gegen Schimmel. Ziel einer Mauerwerksabdichtung sollte es daher sein, die Wand dauerhaft gegen Feuchtigkeit zu schützen, gleichzeitig ihre wertvollen Eigenschaften zu erhalten und bauchemische Reaktionen zu vermeiden, die zu einer Zerstörung der Bausubstanz führen können.
Ein Vergleich zeigt die klaren Vorteile der Kapillar-Hydrophob-Methode im Gegensatz zur Verstopfung oder Verengung der Kapillaren. Nur durch Hydrophobierung schützen Sie Ihr Mauerwerk vor aufsteigender und quer eindringender Feuchtigkeit, ohne die natürliche Atmungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

1. Verstopfung der Kapillarporen
Dieser Wirkmechanismus zielt darauf ab. durch die Injektion die Poren zu füllen und dadurch den kapillaren Feuchtetransport zu unterbinden. Die 100-prozentige Verstopfung der Poren ist in der Praxis nur schwer zu erreichen. Einige Poren können ggf. nicht vollständig verstopft, sondern nur verengt werden.

2. Verengung der Kapillarporen
Dieser Mechanismus basiert auf der gezielten Verengung der Kapillarporen, bei der die Sauggeschwindigkeit soweit reduziert wird, dass von einem unterbrochenen Feuchtetransport gesprochen werden kann. Theoretisch kann aber auch durch die Verengung der Poren die kapillare Steighöhe zunehmen.

3. Hydrophobierung der Kapillarporen
Quelle: Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken, veröffentlicht vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung